Ilmenau, 12. Februar 2011
SV TU Ilmenau I (D) | VC Blau Weiß Gebesee I (D) |
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| Schiedsrichter: SV Fortuna Pößneck (D) |
| Zusammenfassung |
Der erste Satz in dieser Begegnung war wohl der bislang schönste der ganzen Saison: Die Ilmenauerinnen bewiesen von der ersten Sekunde an lobenswerten Kampfgeist und sorgten durch sehr gute Beweglichkeit in der Feldabwehr dafür, dass die Gäste kaum Bälle im Feld der TU-Damen versenken konnten. Gebesee hatte aufgrund der präzise und effektvoll geschlagenen Angaben der TU-Damen des Öfteren Probleme, ihr Spiel aufzubauen und somit konnten sich die Gastgeberinnen allein durch ihre Aufschläge einen handfesten Vorsprung erarbeiten. Im ersten Durchgang wurden zudem so gut wie keine Fehler auf der Seite der Ilmenauerinnen gemacht, wodurch dieser Satz gegen den Tabellenvierten klar gewonnen werden konnte. Auch im folgenden Abschnitt übernahm man von Anfang an die Führung, wobei sich die Gastgeberinnen allerdings nur ein kleines Polster von 2 Punkten erarbeiten konnten. Gebesee fand immer besser ins Spiel, konnte durch ein variables Angriffsspiel einige Punkte ergattern und hatte zwischenzeitlich sogar mit 17:15 Punkten die Nase vorn. Davon zeigten sich die TU-Damen jedoch relativ unbeeindruckt und setzten ihre Spielweise fort: Während man die Gäste weiterhin mit den Aufschlägen unter Druck setzte, tat ein lobenswerter Block sein Übriges, um auch diesen Durchgang noch für sich zu entscheiden. Nachdem es Gebesee dann im dritten Satz gelang, gleich 10 Punkte in Folge zu machen und mit 12:3 Zählern die Oberhand zu gewinnen, dachte wohl niemand mehr an einen 3:0-Sieg der TU-Damen über die Gäste. Doch auch jetzt bewiesen die Gastgeberinnen – wie schon im gesamten Spielverlauf – starke Nerven und erkämpften sich mit lobenswertem Einsatz und guter Stimmung Punkt für Punkt. Angriffe konnten fast immer erfolgreich im gegnerischen Feld versenkt werden und auch für gelegte Bälle wurde man mit Punkten belohnt. Somit konnte der Rückstand immer weiter verkürzt werden. Bei einem Spielstand von 20:21 verletzte sich Ilmenaus etatmäßige und einzige Zuspielerin Anne Kreische jedoch im Leistenbereich, weswegen Trainer Lars Breuel kurzerhand umstellen musste: Diagonalangreiferin Helena Kling übernahm das Zuspiel und die einzige Auswechselspielerin Aljona Chervakova sollte von nun an über die Diagonalposition punkten. Obwohl dies eine ungewohnte und teilweise auch verwirrende Konstellation für die TU-Damen war, ließ man sich trotzdem nicht aus der Fassung bringen und ergatterte weiter Punkt für Punkt. Nachdem der letzte Angriff der Gäste erfolgreich abgewehrt und selber im gegnerischen Feld versenkt werden konnte, kannte die Freude der Ilmenauerinnen keine Grenzen mehr; man hatte den leider weniger zahlreich erschienenen Zuschauern ein lobenswertes Spiel geliefert und den Favoriten unerwartet klar geschlagen. SV TU Ilmenau: Rike Brecht, Wiebke Breuel, Aljona Chervakova, Helena Kling, Annett Kemter, Anne Kreische, Judith Mengelkamp |
SV TU Ilmenau I (D) | SV Fortuna Pößneck (D) |
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| Schiedsrichter: VC Blau Weiß Gebesee I (D) |
| Zusammenfassung |
Nach solch einem deutlichen Sieg bestand jedoch die Gefahr, dass man ein wenig zu überheblich und locker in die Partie gegen den Tabellenletzten Pößneck startet. Nachdem der erste Durchgang trotz Mängeln in der Feldabwehr und einer ausbaufähigen Stimmung noch relativ handfest gewonnen werden konnte, bewahrheitete sich im nächsten Abschnitt die Befürchtung von Trainer Lars Breuel: Man führte bereits mit 10:3 Punkten, als die Beweglichkeit der TU-Damen zusehends nachließ. Es wurden viele Punkte aufgrund einer ungenauen Annahme oder fehlender Absprache der Spielerinnen untereinander verschenkt. Da sich Zuspielerin Anne Kreische noch nicht wieder erholt hatte und weiterhin verletzungsbedingt ausfiel, sollte Helena Kling erneut die Bälle an die Angreiferinnen verteilen. Soweit kam es leider des Öfteren gar nicht, weil ein gewohnter Spielaufbau aufgrund der Ungenauigkeiten in Annahme und Feldabwehr nicht möglich war. Folglich konnte man den Gegner nicht mit den eigenen Angriffen unter Druck setzen und Pößneck ergatterte Punkt für Punkt. Mit viel Glück ging dieser Abschnitt allerdings noch an die Gastgeber. Im dritten Durchgang war von der kämpferischen Heimmannschaft aus der ersten Partie nicht mehr viel zu sehen: Man passte sich immer mehr der Spielweise der Gäste an und verschenkte unnötige Punkte, unter anderem durch unklare Aktionen am Netz. Es wurden kaum noch effektive Angriffe geschlagen und die gelegten Bälle der Ilmenauerinnen waren für die Gegner aus Pößneck leicht zu erkämpfen. Dieser Satz ging verdient an die Gäste. Auch im vierten Abschnitt riefen die TU-Damen nicht die Leistung aus dem vorhergehenden Spiel ab, zeigten jedoch wieder ein wenig mehr Engagement als im Satz zuvor. Die Annahme war nun endlich soweit akzeptabel, dass H. Kling mit einem variablem Zuspiel ihre Angreiferinnen in Szene setzen konnte. Nach langem Hin und Her konnte dieser Durchgang weniger rühmlich gewonnen und auch endlich das Spiel beendet werden. SV TU Ilmenau: Rike Brecht, Wiebke Breuel, Aljona Chervakova, Helena Kling, Annett Kemter, Anne Kreische, Judith Mengelkamp |
Am nächsten Spieltag geht es für die TU-Damen nach Gera; hier gilt es, den Erfolg der Hinrunde zu wiederholen und den unmittelbaren Tabellennachbarn zu schlagen. Dies ist jedoch nur mit einer Leistung, wie sie in der Partie gegen Gebesee gezeigt wurde, möglich. Bis dahin hat sich hoffentlich auch Zuspielerin A. Kreische wieder erholt, sodass die Ilmenauerinnen mit ihrem Stammkader diese Begegnung antreten können.